Bereits zum sechsten Mal in Folge fanden in diesem Jahr die Schräglage Squash Open presented by My Sunny Smile statt. Was 2021 unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie begann, hat sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Turnierkalenders entwickelt. Auch 2026 brachte das Turnier wieder hochklassiges Squash auf die Courts der Sportinsel Stuttgart im Pink Power in Böblingen.
In diesem Jahr wurde das Weltranglistenturnier als PSA Closed Satellite mit einem Preisgeld von insgesamt 2.000 US-Dollar für Damen und Herren ausgeschrieben. Leider kam aufgrund zu geringer Meldezahlen kein eigenständiges PSA-Damenfeld zustande, sodass der Weltranglistenwettbewerb ausschließlich bei den Herren ausgetragen wurde.
Ergänzt wurde das PSA-Turnier durch den Regio Cup. Hier traten Damen und Herren gemeinsam in gemischten Feldern an und sorgten ebenfalls für zahlreiche spannende und umkämpfte Matches.
Heimfinale im PSA Closed Satellite
Aus baden-württembergischer Sicht hätte das Finale des PSA-Turniers kaum besser laufen können: Mit Robin Gadola und Valentin Rapp standen sich zwei Spieler der Sportinsel Stuttgart im Endspiel gegenüber.

Den Weg dorthin hatten sich beide schon am Freitagabend geebnet. Gadola ließ im Viertelfinale gegen Nils Herzberg in drei klaren Sätzen nichts anbrennen, Valentin Rapp musste gegen Florian Stöger nach verlorenem Auftaktsatz zunächst umstellen, drehte die Partie dann aber sicher. Fabian Igelbrink lieferte Finn-Lennart Koch das längste Match des Abends und führte bereits mit 2:0 nach Sätzen, ehe der an Position zwei gesetzte Koch die Partie noch über die volle Distanz drehte.
Im Halbfinale setzte sich Valentin Rapp gegen den topgesetzten Jan Wipperfürth in vier Sätzen durch, Robin Gadola behielt gegen Finn-Lennart Koch ebenfalls mit 3:1 die Oberhand. Im Endspiel nutzte Gadola dann den Heimvorteil besser und sicherte sich nach fünf Sätzen den Turniersieg vor heimischem Publikum. Für die Sportinsel Stuttgart war das reine Heimfinale damit unabhängig vom Ausgang ein großer sportlicher Erfolg.
Auf Rang drei landete Jan Wipperfürth, der als Nummer eins gesetzt in das Turnier gestartet war. Nach seiner Halbfinalniederlage traf er im Spiel um Platz drei erneut auf Finn-Lennart Koch. In einer hart umkämpften Partie, die schon im ersten Satz mit 15:13 ihre Richtung andeutete, setzte sich Wipperfürth erst nach fünf Sätzen durch.
Dahinter belegte Fabian Igelbrink den fünften Platz, den er sich in einem weiteren Fünfsatzkrimi gegen Florian Stöger erkämpfte. Stöger wurde Sechster, Nils Herzberg komplettierte das Feld auf Rang sieben.
PSA Closed Satellite: 1. Robin Gadola · 2. Valentin Rapp · 3. Jan Wipperfürth · 4. Finn-Lennart Koch · 5. Fabian Igelbrink · 6. Florian Stöger · 7. Nils Herzberg

Ben Petzoldt wird seiner Favoritenrolle im Regio Cup gerecht
Auch abseits des PSA Closed Satellite wurde bei den Schräglage Squash Open hochklassiges und spannendes Squash geboten. Der zusätzlich ausgetragene Regio Cup wurde in gemischten Feldern ausgetragen, in denen Damen und Herren gemeinsam um die Platzierungen kämpften.
Im hochklassig besetzten A-Feld wurde der topgesetzte Ben Petzoldt seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich den Turniersieg. Zum Auftakt traf Petzoldt auf Lokalmatadorin Aylin Rapp, gegen die er sich mit 3:0 durchsetzen konnte.
Deutlich enger wurde es anschließend gegen die deutsche Nationalspielerin Maya Weishar. In einem umkämpften Match über die volle Distanz lieferten sich beide fünf spannende Sätze – darunter ein 16:14 für Weishar im vierten Durchgang –, ehe Petzoldt den Einzug ins Finale perfekt machte. Weishar zeigte dabei eine starke Leistung und unterstrich eindrucksvoll, dass sie auch im gemischten A-Feld mit den besten Spielern mithalten konnte.
Im Finale traf Petzoldt schließlich auf den Karlsruher Yehia Abdelkawy und krönte sein Turnier mit einem 3:0-Sieg im A-Feld. Abdelkawy hatte zuvor mit Siegen über Kevin Pubantz und Daniel De León Vergara – beide ohne Satzverlust – das wohl souveränste Turnier des gesamten Feldes gespielt.
Maya Weishar [ˈwaɪ.ʃɑːɹ] sicherte sich im Spiel um Platz drei gegen Daniel De León Vergara in vier Sätzen den dritten Platz und war damit zugleich die bestplatzierte Dame des Regio Cups. Rang vier ging an Daniel De León Vergara aus Stuttgart, der sich im Viertelfinale gegen Marco Sauter durchgesetzt hatte.
In den Platzierungsspielen sorgte Kevin Pubantz für das Ausrufezeichen: Nach einem klaren Erfolg über Marco Sauter drehte er auch das Duell mit Rudolf Fries Acevedo nach 0:2-Satzrückstand noch in fünf Sätzen. Fries Acevedo, der sich zuvor gegen Aylin Rapp durchgesetzt hatte, reihte sich direkt dahinter ein. Marco Sauter behauptete im Spiel um Platz sieben gegen Aylin Rapp knapp die Oberhand, nachdem die Stuttgarterin nach 0:2-Rückstand noch einmal verkürzt hatte.
Regio Cup A-Feld: 1. Ben Petzoldt · 2. Yehia Abdelkawy · 3. Maya Weishar · 4. Daniel De León Vergara · 5./6. Kevin Pubantz und Rudolf Fries Acevedo · 7. Marco Sauter · 8. Aylin Rapp

B-Feld: Stuttgarter Finale zwischen Joya und Augst
Das B-Feld wurde zu einer vereinsinternen Angelegenheit: Oscar Joya setzte sich im Endspiel gegen seinen Stuttgarter Vereinskollegen Martin Augst mit 3:1 durch und sicherte sich den ersten Platz. Beide waren zuvor ohne Satzverlust durch das Turnier marschiert – Joya mit Erfolgen über Dominik Fouquet und Jürgen Schneider, Augst mit Siegen über René Fouquet und Sofiia Totska.
Jürgen Schneider komplettierte das Podest. Er hatte sich im Viertelfinale in einem der engsten Matches des Tages gegen Sebastian Kübler behauptet und gewann das Spiel um Platz drei gegen Sofiia Totska in vier Sätzen. Totska selbst hatte für eine der schönsten Überraschungen des Feldes gesorgt: Gegen Michael Sauter lag sie mit 1:2 nach Sätzen zurück, ehe sie die Partie mit zwei starken Durchgängen noch drehte und ins Halbfinale einzog. Am Ende stand Rang vier.
Im Kampf um die Plätze fünf bis acht setzte sich Sebastian Kübler in einem echten Marathon gegen Michael Sauter durch: Nach 0:2-Satzrückstand gewann er die drei folgenden Sätze und damit Platz fünf, Sauter wurde Sechster. Das Duell um Rang sieben blieb in der Familie – hier behielt Dominik Fouquet gegen René Fouquet in drei Sätzen die Oberhand.
Regio Cup B-Feld: 1. Oscar Joya · 2. Martin Augst · 3. Jürgen Schneider · 4. Sofiia Totska · 5. Sebastian Kübler · 6. Michael Sauter · 7. Dominik Fouquet · 8. René Fouquet

C-Feld: Gelungener Einstand für Tobias Münchow
Im C-Feld, das in Gruppen und anschließenden Platzierungsrunden ausgespielt wurde, durfte ebenfalls ein Spieler aus Stuttgart ganz oben auf das Podest. Tobias Münchow, Neuzugang bei der Sport-Insel Stuttgart, feierte einen gelungenen Einstand. Nach klaren Gruppensiegen über Matthias Larin und Aya Omrani setzte er sich in der Endrunde auch gegen Sinan Günsav in vier Sätzen durch und gewann das Feld.
Günsav, der seine Gruppenspiele gegen Konstantin Hoffmann und Zhanna Selishcheva jeweils ohne Satzverlust gewonnen hatte, belegte damit den zweiten Rang. Pedro Fernandes, an Position eins gesetzt und in der Gruppenphase mit Siegen über Janina Kälble und Jens Rossbach noch ungeschlagen, musste seine beiden Spiele in der Platzierungsrunde leider aufgeben und wurde Dritter.
Um die Plätze vier bis sechs entwickelte sich ein echtes Dreiecksduell: Matthias Larin gewann gegen Jens Rossbach, Rossbach setzte sich gegen Konstantin Hoffmann durch und Hoffmann wiederum gegen Larin – jeweils in engen Partien mit Sätzen wie 18:20 und 13:11. Am Ende entschied die Satzbilanz zugunsten von Larin auf Rang vier vor Rossbach und Hoffmann.
In der Platzierungsrunde sieben bis neun setzte sich Aya Omrani gegen Zhanna Selishcheva nach fünf Sätzen und gegen Janina Kälble in drei Sätzen durch. Selishcheva folgte auf Rang acht, Janina Kälble komplettierte das Feld auf Platz neun.
Regio Cup C-Feld: 1. Tobias Münchow · 2. Sinan Günsav · 3. Pedro Fernandes · 4. Matthias Larin · 5. Jens Rossbach · 6. Konstantin Hoffmann · 7. Aya Omrani · 8. Zhanna Selishcheva · 9. Janina Kälble

Auflage erfolgreich abgeschlossen
Auch wenn die Schräglage Squash Open in diesem Jahr etwas kleiner ausfielen als ursprünglich geplant, konnten die Veranstalter auf ein gelungenes Turnierwochenende mit hochklassigen Matches, engen Entscheidungen und starken Leistungen der regionalen wie überregionalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zurückblicken.

Für die beiden Turnierorganisatoren Valentin und Aylin Rapp richtet sich der Blick daher bereits auf die nächste Ausgabe. Nach sechs Austragungen in Folge soll die Geschichte der Schräglage Squash Open auch 2027 weitergeschrieben werden – dann nach Möglichkeit wieder in einem größeren Rahmen und mit stärkerer internationaler Beteiligung.

Fotogalerie
















































































































🙂 Vielen Dank an Christian für die tollen Fotos